«Kein Orchideenfach»
An der Prähistorischen Archäologie fasziniert Caroline Heitz insbesondere die enge interdisziplinäre Verflechtung. Die Zusammenarbeit mit anderen Forschungsrichtungen sei angesichts der komplexen Fragestellungen unabdingbar, sagt sie. Diese Haltung spiegeln auch ihre aktuellen Projekte wider:
RISE – Climate change resilience and vulnerabilities of Bronze Age waterfront communities (2200-800 BC): Das SNF-Ambizione-Projekt untersucht bronzezeitliche Pfahlbausiedlungen im nördlichen und südlichen Alpenvorland, unter anderem am Thunersee. Im Zentrum steht die Frage, wie Hochwasserereignisse und Schwankungen des Seespiegels während rascher Vorstösse und Rückzüge von Gletschern die Siedlungslandschaft beeinflussten. RISE läuft seit 2023 und verbindet die Expertise dreier OCCR-Forschungsgruppen: Klimaarchäologie, Paläoökologie, sowie Seesedimente und Paläolimnologie.
Past2Future – Towards fully paleo-informed future climate projections: Das Projekt ist ein Konsortium der Universität Bern mit 24 weiteren europäischen Institutionen im Rahmen des EU-Programms Horizon Europe. Vom OCCR arbeiten die Forschungsgruppen Klimaarchäologie, Modellierung globaler biogeochemischer Kreisläufe und Erdsystemmodellierung – Atmosphärische Dynamik am Projekt mit. «Die prähistorischen Pfahlbauten bieten dank ihrer exakten Datierung mittels Dendrochronologie die einzigartige Möglichkeit regionale Auswirkungen des Klimas über tausende von Jahren zeitlich hochauflösend zu untersuchen», erläutert Caroline Heitz.