Aurea Chiaia-Hernández (Gruppe Seesedimente und Paläolimnologie), Hendrik Vogel (sedimentäre Geochemie) und Frerk Pöppelmeier (Modellierung globaler biogeochemischer Kreisläufe) planen ein gemeinsames PhD-Projekt. Ziel ist, das Paläoklima und die Paläo-Umweltbedingungen im äquatorialen westlichen Pazifik zu rekonstruieren, dies anhand von Sedimenten des Poso-Sees in Indonesien.
Indonesien liegt aufgrund seiner Lage am Äquator und der hohen Meeresoberflächentemperaturen des Indo-Pazifischen Warmwasserpools (IPWP) im Zentrum der intensivsten tiefen atmosphärischen Konvektion auf der Erde. Der IPWP mit durchschnittlichen Meeresoberflächentemperaturen von über 28,5 °C ist eine wichtige Quelle für Wärme und Wasserdampf in der Atmosphäre und damit ein Treiber atmosphärischer Zirkulationssysteme wie des austral-asiatischen Monsuns, der pazifischen Walker-Zirkulation (PWC) und der El Niño-Southern Oscillation (ENSO). Diese Systeme haben einen tiefgreifenden Einfluss auf die globale Klimadynamik. Ziel dieses Projekts ist es, quantitative Aufzeichnungen über vergangene Temperatur- und Niederschlagsveränderungen sowie Berichte über terrestrische und aquatische Umweltreaktionen im Zusammenhang mit Klimaschwankungen zu liefern. Als Basis dienen neuartige organische Biomarker, die in den Sedimentaufzeichnungen des Poso-Sees erhalten geblieben sind.
Die drei Forschenden werden das PhD-Projekt gemeinsam leiten und Expertise aus ihrem jeweiligen Forschungsgebiet beisteuern. Der Bretscher Fonds wird es mit 250'000 Franken über vier Jahre hinweg finanziell unterstützen. Die PhD-Position wird demnächst als Dr. Alfred Bretscher Fellowship ausgeschrieben.
Projektdauer: 2026 - 2030